Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard am Forst
gegründet 1872
85
Museum
6. Jänner 2011

Eine großzügige Grundstücksspende eines St. Leonharder Kaufmannes war der Grundstein zum Bau des alten Feuerwehrhauses, das im Jahre 1905 gesegnet wurde. Eine weitere Grundstücksspende einer St. Leonharder Gönnerin im Jahre 1982 ermöglichte den Bau eines neuen Feuerwehrzentrums. 1990 wurde es feierlich eröffnet.

Im alten FF-Haus setzten aktive und beherzte FF-Kameraden ihre Idee um, ein Museum zu errichten. Die Väter und Motoren dieses Museums der besonderen Art sind die Ehrenverwalter Franz Ressl und Eduard Etlinger. Sie leisteten Großartiges, sammelten und restaurierten mit viel Idealismus! Das tolle Ergebnis können Sie nun besichtigen. Der Besuch ist allerdings nur nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Broschüre: Erste Seite
Broschüre: Zweite Seite

Beim Besuch des Museums ertönt auch aus einem Volksempfänger der "Kuckucksruf", und die Gäste werden darüber auch begrüßt.

Das große Einfahrtstor gibt auch die Möglichkeit große Fahrzeuge zu präsentieren. So leuchten so manche Besucheraugen, wenn sie den Mercedes-Luftschutzwagen (Bj. 1940) sehen, der für FF-Einsätze zur Verfügung stand.

Auf rund 200m² in zwei Etagen können Sie rund 60 Großexponate und über 600 Kleinexponate bewundern. Es sind FF-Stücke und Geräte, mit denen in der Vergangenheit bei Einsätzen gearbeitet wurde, und die die freiwilligen Helfer begleiteten.

Zu bewundern ist außerdem ein Dodge Canada (Bj. 1940), eine Abprotzspritze mit Vorderwagen (Bj. 1902), ein Gerätekarren (um die Jahrhundertwende), eine leichte Landfahrspritze (Bj. 1890), eine Karrenspritze (Bj. 1885) und vieles mehr.

Geld war auch schon früher zum Ankauf von Geräten notwendig. So versuchte die FF St. Leonhard mit einer Novität dazu zu kommen. Sie beschlossen ein Lichtspieltheater zu betreiben. 1927 lief der erste Film im Kino. Plakate, Bilder und Kinosessel erinnern an diese Zeit.

Ein lokales Feuerversicherungsbüchlein mit Statuten, Gründer- und Mitgliedernamen aus dem Jahre 1882 zieht des Besuchers Augenmerk zur Vitrine.

Beschrieben sind auch St. Leonhards Nachtwächter: der erste und der letzte. Dieser starb vor Aufregung, da er einen Brand nicht bemerkte, an Herzstillstand.

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