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Finnentest für den Unterabschnitt durchgeführt

September 22, 2017

Die seit 1. Jänner 2017 gültige Dienstanweisung zur Tauglichkeitsprüfung der Atemschutzgeräteträger wird im UA St. Leonhard jährlich zentral bei einer Feuerwehr durchgeführt. Am 22. September 2017 war die FF St. Leonhard an der Reihe den "Finnentest" zu organisieren.

 

Eine Woche zuvor wurde von 15 Teilnehmern der FF St. Leonhard die Generalprobe durchgeführt, damit bei der Abnahme des Unterabschnitts möglichst keine Wartezeiten entstehen. Zum offiziellen Termin nahmen von den vier Wehren insgesamt 46 Mitglieder teil.

 

Bei dieser anstrengenden Prüfung gilt es unter Atemschutz fünf Stationen in jeweils vorgegebenen Zeitfenstern und einer maximalen Gesamtzeit von 14,5 Minuten zu bewältigen.

Nachdem sich ein Mitglied ausgerüstet hat, sind in 4 Minuten die Strecke von 100m zunächst ohne zusätzliches Gewicht und dann weitere 100m mit zwei Kanistern zu á 16,6kg zu gehen.

Danach sind 180 Stufen (90 hinauf, 90 hinunter) in 3,5 Minuten zu überwinden.

Die Station 3 stellte wohl für die meisten Mitglieder die größte Herausforderung dar: in 2 Minuten muss mittels eines 6kg-Schlegels ein LKW-Reifen (47kg) über eine Strecke von 3m geschlagen werden. Nachdem sehr viel Energie an den dämpfenden Gummi und die Reibung am Betonbodens verloren geht, ist ein Erfolg schon fast eine Frage der Technik.

Bei der vorletzten Station galt es Hindernisse abwechselnd zu unterkriechen und zu übersteigen. Die Strecke - bestehend aus drei Hindernissen - muss in 3 Minuten drei mal bewältigt werden.

Die letzte Station ist dann schon fast entspannend. Ein 15m-Druckschlauch (C52) ist in 2 Minuten einfach zu rollen, wobei sich die zweite Kupplung dabei nicht bewegen darf.

 

Nach dieser Herausforderung bei war vielen die Erleichterung spürbar. Zum anderen war es aber sicher auch der Stolz, sich seinem Limit genähert zu haben!

Jenen, die nicht alle Stationen erfolgreich bewältigen konnten, sprach ABI Manfred Babinger dennoch positiv zu: denn nicht jeder ist körperlich in der Lage, in Einsatzbekleidung und unter Atemschutz auch noch 33,2kg zusätzliches Gewicht 100m weit zu tragen. Nachdem nun nach und nach Erfahrungen über den Dienstweg gesammelt werden und es außer dem "Finnentest" auch andere Methoden gibt, wird das Ergebnis letztenendes sicher eine gute und aussagekräftige Tauglichkeitsprüfung sein.

 

 

 

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