• Feuerwehr St. Leonhard/F

Hochwasseralarm in und um St. Leonhard

Am 21. Juni 2020 wurden in St. Leonhard/Forst - 11 Jahre nach dem Hochwasser von 2009 und wenige Wochen nach Unwettereinsätzen - wieder Rekordpegel erreicht. Nach starken, anhaltenden Regenfällen im Gemeindegebiet und bei den Zubringern der Melk und Mank führten die Kameraden der FF St. Leonhard bereits in den Morgenstunden Kontrollfahrten durch.


Gegen Mittag keimte in manchem Mitglied kurz die Hoffnung auf Entspannung auf, doch laut einer Meldung der Bezirkshauptmannschaft war mit einem 1-5jährigen Ereignis zu rechnen.


Nachdem der Regen in den frühen Nachmittagstunden immer noch anhaltend war, spitzte sich die Lage gegen 14:00 tatsächlich zu. Melk- und Mankfluss stiegen unablässig an, weßhalb die FF St. Leonhard zu Vorbereitungs- und Sicherungsmaßnahmen ausrückte, und weiters die Bevölkerung durch das Bürgerservice wasserstand.info über ein mögliches Hochwasserereignis in Kenntnis gesetzt wurde.

Ab 16:00 waren Einsätze im Bereich Kerndl, Dangelsbach, Ritzenberg, Melkfeld und Steghof durch etwa 40 Mitglieder abzuarbeiten. Erfreulicherweise konnte die Melkfeldsiedlung durch rechtzeitige Maßnahmen in Form von Bigpacks und Sandsäcken weitestgehend geschützt werden. Besonders betroffen waren allerdings einzelne Objekte in Steghof, wo Melk und Mank zusammenfließen.

Während gegen 18:00 die Melk bereits leicht zurückging, stieg der Pegel des Zubringers Mank weiter an. 

Gegen 21:00 wurden in Lunzen im Bereich Brücke/B215 Sandsäcke geschlichtet, um ein Übertreten auf Bundesstraße und Anrainer zu verhindern.

Nachdem zwei Objekte zu späterer Stunde immer noch stark von den Wassermassen betroffen waren, wurde die FF Klein-Pöchlarn zur Unterstützung alarmiert und später die FF Krummnussbaum mit der Großpumpe "SPA200".

Im Laufe des Einsatzes wurden 2000 Sandsäcke gefüllt und durch Kameraden und Anrainer verlegt. Weiters mussten nach kleinräumigen Überflutungen einige Brücken und Straßen im Bereich der Mank gesperrt werden.

Der Einsatz im Raum Steghof dauerte bis in die frühen Morgenstunden des 22. Juni, während weitere Aufräumarbeiten noch andauern.